
Vergiss mein nicht
Gemeinsam für eine demenzfreundliche Region
Vergiss mein nicht ist ein gemeindeübergreifendes LEADER-Projekt zur Stärkung eines offenen, verständnisvollen und unterstützenden Umgangs mit Demenz. In der Region Traunviertler Alpenvorland entstehen durch Ausbildung, Praxisformate und Vernetzung nachhaltige Strukturen, die Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und die gesamte Bevölkerung stärken.
BEVORSTEHENDE VERANSTALTUNGEN
Keine bevorstehenden Veranstaltungen
Worum geht's?​
Demenz betrifft viele Menschen – direkt oder im familiären Umfeld. Dennoch ist der gesellschaftliche Umgang oft von Unsicherheit, Berührungsängsten und Tabuisierung geprägt. Gleichzeitig fehlen in Gemeinden häufig alltagsnahe Unterstützungsangebote und langfristig wirksame Strukturen.
Das Projekt Vergiss mein nicht setzt genau hier an: Es verbindet Sensibilisierung, Qualifizierung und praktische Erprobung zu einem regional abgestimmten Ansatz, der Verständnis fördert, Teilhabe ermöglicht und Gemeinden nachhaltig stärkt.
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Ziele des Projektes
Das Projekt verfolgt folgende Ziele:
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Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema Demenz
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Stärkung eines respektvollen und inklusiven Umgangs im Alltag
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Aufbau eines regionalen Netzwerks ehrenamtlicher Demenztrainer*innen
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Entwicklung kind- und jugendgerechter Zugänge zum Thema Demenz
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Langfristige Verankerung demenzfreundlicher Strukturen in Gemeinden
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Was ist das Neue an „Vergiss mein nicht“?
„Vergiss mein nicht“ geht bewusst über Einzelmaßnahmen hinaus. Neu ist die Verknüpfung mehrerer Ebenen zu einem gemeinsamen, lernenden Ansatz:
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ehrenamtliche Demenztrainer*innen aus den Gemeinden
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schulische Praxisformate im Rahmen von School-Nurse-Praktika
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gemeindeübergreifende Koordination und Wissensaustausch
So entsteht keine kurzfristige Aktion, sondern eine regionale Struktur, in der Wissen, Haltung und Handlungskompetenz dauerhaft aufgebaut und weiterentwickelt werden.
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Soziale Innovation – Was ist neu?
„Vergiss mein nicht“ verbindet erstmals in der Region ehrenamtliche Demenztrainer*innen, schulische Praxisformate (School Nurse-Praktika) und gemeindeübergreifende Sensibilisierung zu einem abgestimmten Gesamtansatz. Statt punktueller Einzelmaßnahmen entsteht eine lernende Struktur, die Wissen, Haltung und Handlungskompetenz langfristig in Gemeinden verankert.
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Unsere Maßnahmen
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Ausbildung ehrenamtlicher Demenztrainer*innen & Aufbau eines regionalen Netzwerks
In Kooperation mit der Demenzservicestelle Kirchdorf und MAS Alzheimerhilfe werden engagierte Personen aus allen beteiligten Gemeinden zu Demenztrainer*innen ausgebildet. Die Ausbildung ist für die Teilnehmenden kostenlos und bildet die fachliche Grundlage für ihre Tätigkeit.
Zentraler Bestandteil des Projekts ist der Aufbau eines gemeindeübergreifenden Demenztrainer*innen-Netzwerks. Die ausgebildeten Trainer*innen bleiben auch nach Abschluss der Ausbildung miteinander vernetzt, tauschen Erfahrungen aus und entwickeln Angebote gemeinsam weiter. Dadurch entsteht eine dauerhaft wirksame regionale Struktur, die Wissen bündelt, gegenseitige Unterstützung ermöglicht und die Qualität der Angebote sichert.
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​School Nurse Praktika in regionalen Schulen
​Studierende der FH Gesundheitsberufe OÖ absolvieren Praktika an Schulen in der Region. Dabei wird das Thema Demenz altersgerecht aufgearbeitet und in den schulischen Alltag integriert. Die Praktika werden wissenschaftlich begleitet und liefern wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung dieses Ansatzes sowie für eine mögliche langfristige Verankerung des School-Nurse-Modells.
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​Öffentliche Veranstaltungen & Austauschformate
Vorträge, Workshops und Dialogveranstaltungen richten sich an die breite Bevölkerung. Sie schaffen Raum für Information, Begegnung und Erfahrungsaustausch und tragen wesentlich zur Enttabuisierung des Themas Demenz bei. Gleichzeitig dienen sie als Schnittstelle zwischen Gemeinden, Demenztrainer*innen, Fachstellen und der interessierten Öffentlichkeit.
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Rückblick: Projektverlauf & bisherige Meilensteine
Das Projekt „Vergiss mein nicht“ wurde ab 2023 konzipiert und in den Jahren 2024 und 2025 inhaltlich sowie organisatorisch aufgebaut. In dieser Phase standen die Entwicklung der Projektstruktur, der Aufbau von Partnerschaften sowie die regionale Verankerung im Mittelpunkt.
Mit einer stark besuchten Kick-off-Veranstaltung im Mai 2025 wurde das Projekt öffentlich gestartet. Seither wurden erste Ausbildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen umgesetzt, darunter der Start der Demenztrainer*innen-Ausbildung sowie mehrteilige Informations- und Vortragsreihen in der Region. Parallel dazu wurde das Projekt auf Landes- und überregionaler Ebene vorgestellt.
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Kommende Maßnahmen & Ausblick
In den Jahren 2026 und 2027 liegt der Fokus auf der Vertiefung und nachhaltigen Verankerung der aufgebauten Strukturen. Dazu zählen der weitere Ausbau des gemeindeübergreifenden Demenztrainer*innen-Netzwerks, der Abschluss der Ausbildung sowie regelmäßige Austausch- und Vernetzungsformate.
Ab Herbst 2026 starten wissenschaftlich begleitete School-Nurse-Praktika an regionalen Schulen. Ergänzend werden weitere Informations- und Sensibilisierungsveranstaltungen in mehreren Gemeinden durchgeführt. Eine umfassende Evaluation sowie der Projektabschluss sind für 2027 vorgesehen.
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Beteiligung & Mitgestaltung
Ein zentrales Prinzip des Projekts ist aktive Beteiligung:
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Ehrenamtliche gestalten als Demenztrainer*innen Angebote selbst mit
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Studierende bringen fachliche Perspektiven und neue Zugänge ein
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Gemeinden setzen eigene Schwerpunkte und entwickeln Formate weiter
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Betroffene und Angehörige fließen über Austausch und Rückmeldungen ein
So wird das Projekt gemeinsam getragen und kontinuierlich weiterentwickelt.
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Wirkung & Lernprozesse
Ziel ist eine nachhaltige Veränderung im Umgang mit Demenz im regionalen Alltag. Die Wirkung des Projekts zeigt sich unter anderem durch:
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gestiegenes Wissen und mehr Sicherheit im Umgang mit Demenz
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neue ehrenamtliche Unterstützungsressourcen in Gemeinden
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stärkere Vernetzung zwischen Gemeinden, Bildungseinrichtungen und Fachstellen
Die Wirkung wird laufend reflektiert – durch Rückmeldungen aus Veranstaltungen, dem Netzwerk der Demenztrainer*innen sowie durch die wissenschaftliche Begleitung der School-Nurse-Praktika. Erkenntnisse fließen direkt in die Weiterentwicklung der Angebote ein.
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Übertragbarkeit & Nachhaltigkeit
Die im Projekt entwickelten Strukturen und Erfahrungen sind auf andere Regionen übertragbar. Besonders die Kombination aus Ehrenamt, Bildungseinrichtungen und regionaler Koordination bietet ein praxistaugliches Modell für demenzfreundliche Entwicklung im ländlichen Raum.
Durch die Ausbildung von Menschen vor Ort, die Vernetzung der Gemeinden und die Einbindung bestehender Institutionen wirkt das Projekt weit über die Projektlaufzeit hinaus.
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Region & Partner
Das Projekt wird in der LEADER-Region Traunviertler Alpenvorland umgesetzt.
Beteiligte Gemeinden sind: Pettenbach, Inzersdorf, Schlierbach, Nußbach, Wartberg an der Krems, Ried im Traunkreis, Micheldorf und Kremsmünster.
Kooperationspartner sind unter anderem die MAS Alzheimerhilfe / Demenzservicestelle Kirchdorf sowie die FH Gesundheitsberufe OÖ.
Der Sozialhilfeverband Kirchdorf (SHV Kirchdorf) unterstützt das Projekt zusätzlich finanziell und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Umsetzung und regionalen Verankerung der Projektmaßnahmen.
Warum LEADER?
Das Projekt zeigt, wie regionale Entwicklungsarbeit soziale Innovation ermöglicht: Gemeinden, Ehrenamtliche und Fachpartner arbeiten gemeindeübergreifend zusammen, um gesellschaftliche Herausforderungen nachhaltig zu bearbeiten.
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Franziska Maurhart (stellv. Projektleiterin) zu dem Projekt: "Mit dem LEADER-Projekt Vergiss mein nicht wird ein Zeichen der Verantwortung und Menschlichkeit gesetzt: für Sensibilisierung im Umgang mit Demenz, für Unterstützung der Betroffenen und für eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihrer An- und Zugehörigen."
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Kontakt
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Projektleitung und Initiatorin:
Danusa Neuhauser, MBA
Tel.: 0650 / 250 4043
E-Mail: danusa.neuhauser@gmail.com
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Stellvertretende Projektleitung:
Franziska Maurhart
Tel.: 0664 / 739 31057
Martina Reinthaler
Tel.: 0660 / 827 7213
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